Interview

Lernen Sie den Gründer kennen

Altes Handwerk neu interpretiert

Gestartet als Start-up der RWTH Aachen, produzieren wir heute Lichtbeton für internationale Design- und Architekturprojekte. Im Sinne eines Manufakturbetriebes produzieren wir nach wie vor in Handarbeit, in kleinen Stückzahlen oder auf Anfrage – alles Unikate, zugeschnitten auf die Projekte unserer Kunden.

Angetrieben von dem Bedürfnis, der zunehmend virtuell-praktischen Welt ein funktionales und atmosphärisch-ästhetisches Pendant zu bieten, bei dem die Wertschätzung der Arbeit auch im Ergebnis sichtbar wird, hat bei Andreas Roye alles begonnen:

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Wie ist es dazu gekommen?

Wenn man jeden Tag mit Beton arbeitet, forscht und entwickelt, braucht man doch manchmal eine spontane Eingebung; im Nachhinein frage ich mich, warum es so lange gedauert hat. Denn das Einbringen von Glasfaserbündeln in Beton, das Trocknenlassen und die Prüfung der Stabilität der Fasern waren Vorgänge, die ich während meiner Zeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der RWTH Aachen schon oft durchgeführt hatte. Eines Tages fand dann ein weiterer Test statt, um die Verankerung der Glasfaserbündel im Beton zu überprüfen. Bei diesem „Pull-out-Test“ werden Faserbündel aus dem fertigen Beton herausgezogen und dann mit einer Lampe geprüft, welche Fasern zuerst brechen. Und da war sie, meine Intuition: Warum nicht die Fasern so in den Beton integrieren, dass sie absichtlich leuchten können? – Die Idee für lichtdurchlässigen Beton war geboren.

Bis zu diesem Zeitpunkt war ich schon von Beton und seinen Möglichkeiten fasziniert, sonst hätte ich nicht für meine Doktorarbeit im Bereich „textilbewehrter Beton“ geforscht, so wie ich auch Kenntnisse über die Materialien Beton und Glasfasern hatte. Aber es hat wohl dieses eine Experiment gebraucht, bis mir klar wurde, dass lichtdurchlässiger Beton das ist, was ich machen will. Von da an gab es eigentlich nur noch einen Weg: Lucem zu gründen und mit der Produktion zu beginnen. Niemand konnte vorhersehen, dass das erste Projekt, das wir realisierten, direkt zu einem internationalen Projekt werden würde.

Dennoch ist Lucem ein lokales Unternehmen

Trotz der weltweiten Nachfrage nach unserem lichtdurchlässigen Beton sind wir regional verwurzelt – und wollen es auch bleiben. Das ist für uns ein entscheidender Faktor. Hier hat alles angefangen, hier ist unsere Heimat, hier gab es schon immer eine Verbindung zur Stadt und ihrer Geschichte.

Und es könnte nicht passender sein: Denn mit den drei Hauptbestandteilen unseres Lichtleitbetons verbinden sich auch alte Aachener Traditionen: Textilindustrie, Lampenherstellung und Steinbruch. Wo, wenn nicht hier, sollten wir unseren Lichtbeton sonst herstellen? In diesem Sinne verbinden und führen wir die einzelnen Gewerke fortschrittlich weiter. Wir bringen die Materialien in ihrem Zusammenspiel auf ein höheres Niveau, zeigen, was sie in ihrer Kombination als Lichtbeton können und welche atemberaubenden Umsetzungen möglich sind. Wir geben jedem seiner starren, statischen Bestandteile Leben und schaffen damit Schönheit und Eleganz – weltweit.

Portrait Andreas Roye

Unser Team

Unser Workshop

Für die einen ist es vielleicht nur Beton, für uns ist es ein Material mit unzähligen Möglichkeiten. Seit über 10 Jahren arbeiten wir daran, die Welt mit unserem lichtdurchlässigen Beton stimmungsvoller und funktionaler zu machen.

Lucem workshop scene
Lucem workshop scene

Von Anfang an produzieren, entwickeln und vertreiben wir unsere individuell angepassten und handgefertigten Produkte weltweit, um atemberaubende Beleuchtungsdesigns und -lösungen anzubieten, die zu einer einzigartigen Erfahrung des Materials beitragen.

Die handgefertigte Oberflächenbearbeitung ist Teil unseres Arbeitsprozesses.

Lucem workshop scene
Chair and board with papers

Die verschiedenen Ansätze unserer Designer, Ingenieure und Handwerker führen zu einer Kombination aus Licht und Beton, die perfekt auf jedes Projekt abgestimmt ist.

Starke Verbindungen:
Seit 2019 arbeiten wir mit Holcim Deutschland zusammen. So können wir eine gleichbleibend hohe Qualität unseres lichtdurchlässigen Betons garantieren.

Andreas Roye - Lucem
Schreibtisch mit Musterplatte und Bauplan

Seit der Gründung von Lucem stehen wir in engem Kontakt mit unserem Forschungspartner, der RWTH Aachen. Auf der Grundlage dieser Zusammenarbeit entwickeln und verfeinern wir unseren Herstellungsprozess, um das Beste aus unserem lichtdurchlässigen Beton herauszuholen.

Wir sorgen dafür, dass unsere Produkte und Dienstleistungen in jeden Winkel der Welt geliefert werden.

Office scene Lucem
Lucem workshop scene

Die Mischung macht’s
15 engagierte und leidenschaftliche Mitarbeiter aus verschiedenen Disziplinen bringen ihre Fähigkeiten, ihre Kreativität und ihr Know-how ein, um unseren lichtdurchlässigen Beton zum Leuchten zu bringen.

Anspruchsvoller Formenbau ist eine unserer Kompetenzen. Höchste Präzision ist unsere tägliche Arbeit.

verstecktes Display
Musterplatten Lucem

Die Anpassung geht Hand in Hand mit dem Feedback unserer Kunden.

Obwohl LUCEM seit mehr als einem Jahrzehnt existiert, folgen wir immer noch unserem Startup-Geist.

Office scene Lucem
Lucem workshop scene

Unsere Tradition ist in unserer Werkstatt in jedem kleinen Detail sichtbar.

An apple a day keeps the doctor away.
Lucem workshop scene
Office scene Lucem

Wir haben uns höchster Qualität verpflichtet.

Vielfalt ist Teil unserer Stärke.

Lucem workshop scene
Lucem workshop scene

Das ganze Team trägt zu unseren kreativen Ideen bei.