Beton · Licht · Architektur

Lichtbeton: Wie massiver Beton Licht sichtbar macht

Lichtbeton verbindet die mineralische Wirkung einer Betonoberfläche mit lichtleitenden Fasern und einer natürlichen oder künstlichen Lichtquelle. Im ausgeschalteten Zustand bleibt eine ruhige, hochwertige Betonfläche sichtbar. Sobald Licht auf die Rückseite trifft, erscheinen Lichtpunkte, Schatten, Farben, Muster, Schriftzüge oder digital steuerbare Motive.

Der Baustoff wird auch als transluzenter Beton, lichtdurchlässiger Beton, lichtleitender Beton oder Leuchtbeton gesucht. Fachlich geht es meist nicht um eine klare Transparenz wie bei Glas, sondern um Transluzenz: Licht wird durch das Material geleitet, ohne dass eine freie Durchsicht entsteht.

Kostenloses Konzept anfragen Für eine erste Einordnung reichen Fläche, Innen- oder Außenanwendung, gewünschte Lichtwirkung und ein Budgetrahmen.
Lichtbetonfassade mit farbiger Hinterleuchtung und sichtbarer Betonoberfläche
Beton bleibt Beton. Licht wird sichtbar. Die architektonische Oberfläche funktioniert im ausgeschalteten Zustand genauso wie bei aktivierter Lichtwirkung.
LUCEM · Lichtbeton in Architektur und Fassade
Transluzent Lichtbeton lässt Licht durch, erzeugt aber keine klare Durchsicht wie Glas. Licht, Farben, Schatten und Silhouetten werden über lichtleitende Elemente sichtbar.

Direkte Antwort

Was ist Lichtbeton – und was bedeutet Leuchtbeton?

Lichtbeton ist ein Betonwerkstein mit durchgehenden optischen Fasern oder gezielt angeordneten lichtleitenden Elementen. Die Fasern transportieren Licht von der Rückseite zur Sichtseite.

Dadurch kann Beton leuchten, Schatten übertragen oder als statische beziehungsweise digital steuerbare Architekturfläche eingesetzt werden.

Neutrale Fachquellen beschreiben Lichtbeton als feinkörnigen Beton mit integrierten lichtleitenden Fasern. Bereits ein vergleichsweise geringer Anteil lichtleitender Elemente kann ausreichen, um Licht, Schatten und Farben durch den Beton sichtbar zu machen.

Für unsere Systeme ist die entscheidende Eigenschaft die Verbindung von echter Betonoberfläche und kontrollierter Lichtübertragung. Die Lichttechnik bleibt im architektonischen Aufbau integriert. Die Fläche wirkt daher nicht wie eine nachträglich montierte Leuchte.

Begriff Einordnung
Lichtbeton Oberbegriff für Betonwerkstein mit lichtleitenden Elementen.
Transluzenter Beton Fachlich präzise Bezeichnung: Das Material lässt Licht durch, aber keine klare Sicht.
Lichtdurchlässiger Beton Verständliche Beschreibung der optischen Funktion.
Lichtleitender Beton Betont die technische Funktion der Fasern als Lichtwellenleiter.
Transparenter Beton Häufiges Suchwort, fachlich meist ungenau, weil keine glasartige Durchsicht entsteht.
Leuchtbeton / leuchtender Beton Breiter Suchbegriff. Er kann faseroptischen Lichtbeton, hinterleuchtete Betonplatten oder Beton mit direkt integrierten LED-Modulen meinen.

Funktionsprinzip

Wie funktioniert lichtdurchlässiger Beton?

Optische Fasern reichen durch den Querschnitt der Platte. Auf der Rückseite nehmen sie Licht auf, leiten es durch den Beton und geben es an der Sichtseite wieder ab.

01

Betonoberfläche

Farbe, Struktur, Haptik, Format und Fugenbild prägen die Architektur.

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Lichtleitende Fasern

Sie übertragen Licht durch die massive Platte und erzeugen je nach Anordnung unterschiedliche Lichtbilder.

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Lichtquelle

Tageslicht oder LED-Module erzeugen die gewünschte Helligkeit und Farbe.

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Systemaufbau

Unterkonstruktion, Befestigung, Steuerung und Wartungszugang machen aus der Platte eine dauerhaft nutzbare Lösung.

Je nach Faseranordnung entsteht eine feine, gleichmäßige Transluzenz, ein unregelmäßiger Sternenhimmel oder ein gezieltes Motiv. Als Lichtquelle kommen Tageslicht oder künstliche Beleuchtung infrage. Für definierte, gleichmäßige und steuerbare Effekte werden Lichtbetonplatten häufig mit LED-Technik hinterleuchtet. Weißes, warmweißes oder farbiges Licht ist ebenso möglich wie Dimmen, Zeitprogramme und dynamische Szenen.

Wichtig für die Planung: Lichtbeton ist kein Fensterersatz. Er kann Licht, Farben und Silhouetten übertragen, aber nicht dieselbe freie Sicht und Tageslichtmenge wie eine Verglasung liefern. Seine Stärke liegt in Materialwirkung, Atmosphäre, Orientierung und Inszenierung.

Doppelwirkung

Wie Lichtbeton bei Tag und Nacht wirkt

Ausgeschaltet

Beton bleibt Beton

Ohne aktive Hinterleuchtung wirkt die Fläche wie Architekturbeton beziehungsweise hochwertiger Betonwerkstein. Farbe, Schalungsbild, Schliff, Textur, Plattenformat und Fugen bleiben sichtbar. Es entsteht keine dunkle Bildschirmfläche, die dem Gebäude tagsüber eine technische Anmutung gibt.

Eingeschaltet

Licht wird Teil der Materialität

Bei Dämmerung oder im abgedunkelten Innenraum werden die lichtleitenden Bereiche aktiv. Je nach System erscheinen feine Lichtpunkte, größere Fasern, Linien, Logos, Piktogramme oder animierte Raster. Die Wirkung kann leise und atmosphärisch oder deutlich kommunikativ geplant werden.

Diese Doppelwirkung ist der zentrale Unterschied zu vielen konventionellen Displaylösungen: Die Architekturfläche bleibt auch dann gestalterisch vollständig, wenn kein Content läuft.

Material und Lichtbild

Varianten und Gestaltungsmöglichkeiten

Wir kombinieren unterschiedliche Lichtbilder, Betonoberflächen und Beleuchtungskonzepte. Die passende Variante ergibt sich aus gewünschter Wirkung, Betrachtungsabstand, Einbauort und technischem Aufbau.

Mögliche Inhalte Planungshinweis
Lichtpunkte, Lichtlinien und geometrische Raster Für ruhige architektonische Lichtwirkungen und Orientierung.
Logos, Markenzeichen, Hausnummern und kurze Schriftzüge Kontur, Größe und Betrachtungsabstand gemeinsam abstimmen.
Symbole, Piktogramme und Orientierungssignale Besonders geeignet für Corporate Architecture und Besucherführung.
Ornamente, grafische Muster und abstrakte Motive Raster und Fugenbild müssen gestalterisch zusammenpassen.
Farbverläufe und langsam bewegte Animationen Große Konturen und langsame Bewegungen funktionieren aus architektonischer Distanz meist besser.

Architektur und Design

Einsatzbereiche für Lichtbeton

Lichtbeton kann im Innen- und Außenraum eingesetzt werden. Der konkrete Systemaufbau richtet sich nach Nutzung, Belastung, Witterung, Lichttechnik und Befestigung.

Fassaden und Eingangsportale Akzentuierung, Tag-/Nacht-Identität, Logos, Lichtkunst und digitale Motive.
Foyers und Empfangsbereiche Repräsentative Wandflächen, Empfangstresen und Markeninszenierung.
Hotels, Gastronomie und Spa Atmosphärische Wände, Bars, Waschtische sowie Bade- und Wellnessbereiche.
Retail und Showrooms Subtiles Branding, Orientierung und saisonal veränderbare Lichtbilder.
Unternehmenszentralen Corporate Architecture, Signets, Besucherführung und Besprechungsbereiche.
Bahnhöfe und Flughäfen Robuste Wandverkleidung, Wiedererkennung, Orientierung und Aufenthaltsqualität.
Öffentlicher Raum Stelen, Bänke, Platzgestaltung, Kunst und projektbezogene Leitelemente.
Sakral- und Gedenkorte Namen, Symbole, kontemplative Lichtwirkung und Erinnerungsarchitektur.
Private Innenräume Küchenrückwände, Bäder, Raumteiler und individuelle Designobjekte.

Weitere Beispiele zeigen die LUCEM Anwendungsbereiche und realisierten Projekte.

Fassade und Medienarchitektur

Lichtbeton als Fassade und Medienfassade

An Fassaden kann Lichtbeton als vorgehängte Bekleidung, akzentuierte Zone oder großflächige Medienarchitektur geplant werden. Betonfarbe, Oberflächenstruktur, Plattenformat, Fugen, Lichtpunkte, Unterkonstruktion und Steuerung werden gemeinsam entwickelt.

System Wirkung ohne Licht Content Integration Passt besonders
Lichtbeton Echte Betonoberfläche Logos, Muster, Lichtkunst, reduzierte Animationen Sehr hoch: Material- und Medienfläche können identisch sein Wenn Betonwirkung und Licht gleichermaßen wichtig sind
Klassischer LED-Screen Sichtbare technische Displayfläche Hochauflösendes Video, Live-Inhalte, Werbung Geringer: Bildschirm bleibt meist erkennbar Wenn Bildauflösung und wechselnde Medieninhalte dominieren
LED-Mesh Technisches Raster oder Gewebe Grafik und Video aus Distanz Mittel: leichter und transparenter, aber technisch ablesbar Wenn Transparenz und große Medienfläche wichtig sind
Normale Betonfassade Reine Betonoberfläche Statische Material- und Formwirkung Keine Medienfunktion Wenn keine Licht- oder Kommunikationsfunktion benötigt wird

Für digital steuerbare Lösungen vertieft unsere Seite zur Medienfassade aus Lichtbeton die Themen Content, Raster, Betrachtungsabstand, Steuerung und Betriebsmodell.

Entscheidungshilfe

Vorteile und Grenzen von Lichtbeton

Lichtbeton verbindet Materialität und Licht auf eine Weise, die klassische Betonflächen oder Displays nicht leisten. Gleichzeitig braucht das System eine realistische technische Planung.

Betonwirkung bei Tag und Nacht Hochwertige mineralische Oberfläche im ein- und ausgeschalteten Zustand.
Integrierte Lichttechnik Die Beleuchtung bleibt Teil des architektonischen Aufbaus und wird nicht als separate Leuchte aufgesetzt.
Individuelle Gestaltung Farben, Oberflächen, Formate, Fugenbilder, Logos, Symbole, Muster und projektbezogene Lichtbilder.
Flexible Steuerung Statische, dimmbare, dynamische oder digital steuerbare Beleuchtung ist je nach System möglich.
Innen und außen planbar Robuste mineralische Oberfläche für anspruchsvolle Innen- und Außenanwendungen – mit projektspezifischem Aufbau.
Gezielte Leuchtzonen Leuchtende und nicht leuchtende Platten können kombiniert werden, ohne das Gesamtbild zu verlieren.

Grenzen, die früh berücksichtigt werden sollten

Lichtbeton ersetzt kein Fenster und keine hochauflösende Videowand. Kleine Schrift, schnelle Videos und feine Bilddetails sind aus größerer Entfernung ungeeignet. Platten, Hinterleuchtung, Unterkonstruktion und Wartungszugang benötigen Bauraum. Sonderformate, hohe Faserdichte, individuelle Motive und dynamische Steuerung erhöhen den Aufwand.

Tragfunktion, Brandschutz, Befestigung und Außenanwendung müssen produktspezifisch geplant und nachgewiesen werden. Eine überzeugende Wirkung entsteht zudem selten ohne Bemusterung, Lichttest oder Mock-up.

Planung

Lichtbeton planen: sieben Schritte zum passenden System

Je früher Material, Licht, Konstruktion und Inhalt zusammenkommen, desto größer sind gestalterischer Spielraum und Kostensicherheit.

1

Ziel und gewünschte Wirkung definierenKlären Sie, ob die Fläche Atmosphäre, Orientierung, Markenkommunikation, Kunst oder digitale Inhalte erzeugen soll. Definieren Sie ebenso, wie die Betonoberfläche ohne Licht wirken muss.

2

Betrachtungsabstand und Motive festlegenEine Wand im Foyer braucht ein anderes Raster als eine Fassade, die aus 80 Metern wahrgenommen wird. Testen Sie Konturen, Schriftgrößen, Bewegungen und Helligkeit aus den realen Blickachsen.

3

Lichtbild und Materialvariante wählenEntscheiden Sie zwischen feiner Transluzenz, punktueller Sternwirkung, gezielten Logos oder einer Kombination mit nicht leuchtenden PURE-Flächen.

4

Oberfläche, Format und Fugen planenBetonfarbe, Textur, Schliff, Plattengröße, Kanten und Fugenteilung bestimmen die Tageswirkung. Diese Entscheidungen müssen mit Faserstruktur und Befestigung zusammenpassen.

5

Hinterleuchtung und Steuerung entwickelnLegen Sie Weißlicht, Warmweiß, RGB oder RGBW, Dimmung, Zeitprogramme, Sensorik und Schnittstellen fest. Planen Sie Helligkeit und Dynamik passend zum Umfeld.

6

Konstruktion und Wartung sichernBerücksichtigen Sie Unterkonstruktion, Befestigung, Feuchte, Entwässerung, Temperatur, Lasten, Kabelführung und Zugänglichkeit der LED-Technik.

7

Mock-up, Budget und Freigabe abstimmenEin Muster oder 1:1-Ausschnitt macht Farbe, Faserbild, Lichtintensität, Fuge und Betrachtungsabstand belastbar. Danach können Ausführung, Kosten und Betrieb finalisiert werden.

Projektidee früh prüfen

Sie planen eine Fassade, Wand, einen Tresen oder eine mediale Betonfläche? Für eine erste Einordnung reichen meist Fläche, Innen- oder Außenanwendung, gewünschte Lichtwirkung, erste Pläne und ein Budgetrahmen.

Budgetorientierung

Was kostet Lichtbeton?

Lichtbeton ist ein projektbezogenes Architektur- und Designmaterial. Der Quadratmeterpreis allein bildet die Gesamtkosten deshalb nur unvollständig ab. Faserdichte, Lichtbild, Format, Zuschnitte, Oberfläche, LED-Technik, Steuerung, Befestigung, Unterkonstruktion und Montage wirken zusammen.

LUCEM Platten / Lichtbetonflächen ca. 600–1.500 € / m²

Je nach Variante, Faserdichte, Format, Zuschnitten, Oberfläche und Leuchtanteil.

Lichtbeton-Fassade ca. 1.000–2.000 € / m²

Außenanforderungen, Befestigung, LED, Unterkonstruktion, Planung und Montage beeinflussen die Projektrichtung.

Diese Werte dienen der frühen Budgetphase und ersetzen kein Projektangebot. Detaillierte Beispiele und Einsparmöglichkeiten erläutert der LUCEM Ratgeber zu Lichtbeton Preis und Kosten.

Das Budget lässt sich gezielt steuern, wenn nicht jede Platte leuchten muss. Oft erzeugen ausgewählte Lichtzonen, ein Logo oder ein Lichtband die gewünschte Wirkung, während optisch passende nicht leuchtende Flächen das Gesamtbild ergänzen.

Bearbeitung einer Lichtbetonplatte mit Befestigungspunkten in der LUCEM Werkstatt

Technischer Betrieb

Montage, Betrieb und Wartung

Lichtbetonplatten werden abhängig vom System ähnlich wie hochwertige Werkstein- oder Fassadenplatten befestigt. Möglich sind projektbezogene Anker-, Schraub-, Hinterschnitt- oder Klebelösungen. Die Auswahl richtet sich nach Plattenformat, Einbauort, Lasten, Untergrund und Zugänglichkeit.

Für hinterleuchtete Flächen muss ein definierter Technikraum vorhanden sein. LED-Module, Netzteile, Steuerung und Kabel sollten erreichbar bleiben, ohne die Sichtfläche unnötig zu demontieren. Im Außenbereich kommen Entwässerung, Feuchteschutz, Temperaturwechsel, Windlast und wartungsfreundliche Details hinzu.

Bei Arbeits- und Aufenthaltsbereichen sollten Beleuchtungsstärke, Kontraste, Reflexionen und Blendung geprüft werden. Nicht nur maximale Helligkeit, sondern auch Gleichmäßigkeit und Sehkomfort sind entscheidend.

Technische Unterlagen, Montagehinweise und Zertifikate stehen im LUCEM Downloadbereich für Planer zur Verfügung.

Architektonische Lichtbetonfläche mit integrierter Beleuchtung

Lebenszyklus

Nachhaltigkeit realistisch bewerten

Langlebige Architektur entsteht nicht allein durch ein einzelnes Materialversprechen. Für Lichtbeton müssen Betonrezeptur, Fasern, LED-Technik, Austauschbarkeit, Betriebszeiten, Wartung und spätere Trennung der Komponenten gemeinsam betrachtet werden.

Wir arbeiten an einem Kreislaufansatz, bei dem ausgediente Platten zerkleinert, Fasern und mineralische Bestandteile getrennt und für neue Anwendungen aufbereitet werden. Details beschreibt unser Nachhaltigkeitsansatz.

Mögliche Energieeinsparungen durch Tageslicht oder effiziente LEDs dürfen nicht pauschal versprochen werden. Sie hängen von Einbauort, Lichttransmission, Betriebszeiten, Helligkeit und Steuerung ab. Zeitprogramme, Dimmung und bewusste Ruhephasen können deshalb Teil des Lichtkonzepts sein.

LUCEM Team bei der gemeinsamen Planung von Material, Lichttechnik und Befestigung

LUCEM Systemplanung

Warum wir Lichtbeton als Gesamtsystem entwickeln

Wir betrachten Betonplatte, Faserbild, Lichttechnik, Befestigung, Steuerung und Einbausituation als zusammenhängende Aufgabe. So kann die gewünschte Wirkung früh mit Konstruktion, Budget und Betrieb abgeglichen werden.

LUCEM wurde 2007 als Spin-off der RWTH Aachen gegründet. Nach Unternehmensangaben wurden mehr als 600 Projekte weltweit realisiert. Das von Dr. Andreas Roye entwickelte Lichtbeton-Konzept wurde 2010 im Deutschen Pavillon der Expo in Shanghai vorgestellt.

Wir entwickeln Oberflächen, Formate, Faserbilder, Beleuchtung und Befestigung individuell und nutzen Bemusterung sowie Mock-ups für belastbare Material- und Lichtentscheidungen.

Mehr über unsere Arbeitsweise und Entwicklung erfahren Sie unter Über LUCEM.

Häufige Fragen

Häufige Fragen zu Lichtbeton und Leuchtbeton

Was ist Lichtbeton?

Lichtbeton ist ein Betonwerkstein mit lichtleitenden Fasern oder gezielt angeordneten lichtdurchlässigen Elementen. Licht trifft auf die Rückseite, wird durch die Fasern geführt und erscheint auf der Sichtseite als Punkte, Flächen, Schatten, Farben oder Motive.

Ist Lichtbeton wirklich transparent?

Meist nicht im Sinne einer klaren Durchsicht. Fachlich ist transluzenter Beton die präzisere Bezeichnung: Das Material überträgt Licht und kann Silhouetten sichtbar machen, bleibt aber eine massive Betonoberfläche.

Was ist der Unterschied zwischen Lichtbeton und Leuchtbeton?

Lichtbeton bezeichnet meist Beton mit lichtleitenden Fasern. Leuchtbeton ist ein breiterer Such- und Sprachbegriff und kann zusätzlich hinterleuchtete Betonplatten oder Beton mit direkt integrierten LED-Modulen meinen. Bei LUCEM wird Licht durch Fasern zur Sichtseite übertragen.

Wie wird Lichtbeton hergestellt?

Lichtleitende Fasern werden so in eine feinkörnige Betonmatrix eingebracht, dass sie den Plattenquerschnitt durchlaufen. Nach dem Erhärten wird der Betonwerkstein geschnitten, kalibriert und oberflächenbearbeitet. Faseranordnung, Format und Oberfläche hängen vom gewählten System ab.

Braucht Lichtbeton immer eine LED-Hinterleuchtung?

Nein. Auch Tageslicht kann durch die Fasern übertragen werden. Für gleichmäßige, farbige, dimmbare oder digital steuerbare Effekte wird jedoch meist eine geplante LED-Hinterleuchtung eingesetzt.

Kann Lichtbeton im Außenbereich eingesetzt werden?

Ja, wenn Platte, Oberfläche, Befestigung, Unterkonstruktion, Lichttechnik und Abdichtung für die konkrete Außenanwendung geplant sind. Feuchtigkeit, Entwässerung, Temperatur, Windlast und Wartungszugang müssen projektbezogen berücksichtigt werden.

Sind Logos, Schriftzüge und individuelle Muster möglich?

Ja. Lichtleitende Fasern können gezielt zu Logos, Hausnummern, Piktogrammen, Schriftzügen oder grafischen Motiven angeordnet werden. Für gute Lesbarkeit müssen Größe, Kontur, Raster und Betrachtungsabstand zusammenpassen.

Kann Lichtbeton digital gesteuert werden?

Ja. Je nach System können Lichtpunkte einzeln oder in Gruppen angesteuert werden. Möglich sind Dimmung, Zeitprogramme, Farbwechsel, Animationen, webbasierte Bedienung, Medienserver, Sensorik und Schnittstellen zur Gebäudeautomation.

Was kostet Lichtbeton?

Als grobe Orientierung liegen LUCEM Lichtbetonflächen häufig bei etwa 600 bis 1.500 Euro pro Quadratmeter. Für Fassaden liegt die Projektrichtung oft bei etwa 1.000 bis 2.000 Euro pro Quadratmeter. Die tatsächlichen Kosten hängen unter anderem von Faserdichte, Format, Oberfläche, LED-Technik, Befestigung und Montage ab.

Ist Lichtbeton tragend?

Lichtbeton wird in Architekturprojekten häufig als Platte, Bekleidung, Wandverkleidung oder individuelles Bauteil eingesetzt. Ob ein Element tragende Funktionen übernehmen kann, muss für das konkrete Produkt, die Geometrie und den Systemaufbau statisch nachgewiesen werden. Er ersetzt nicht automatisch konstruktiven Stahl- oder Normalbeton.