Beton · Licht · Fassade

Lichtbeton Fassade: massive Architektur, die Licht durchlässt

Eine Lichtbeton Fassade verbindet die mineralische Wirkung von Beton mit natürlichem oder künstlichem Licht. Lichtleitende Fasern führen Helligkeit durch die Betonplatte. Dadurch bleibt die Fassade tagsüber als hochwertige Betonoberfläche lesbar und entwickelt bei Tageslicht oder LED-Hinterleuchtung eine zweite, transluzente Ebene.

Je nach Faserdichte, Lichtquelle und Betrachtungsabstand entsteht eine feine, nahezu vollflächige Lichtwirkung, ein punktuelles Funkeln oder ein individuelles Motiv. Wir stimmen Betonoberfläche, Plattenformat, Fugenbild, Befestigung und Lichttechnik als ein zusammenhängendes Fassadensystem auf das Projekt ab.

Kostenloses Fassadenkonzept anfragen Für eine erste Projektskizze reichen Fläche, Einsatzort, gewünschte Lichtwirkung und erste Pläne.
Farbig hinterleuchtete Lichtbetonfassade eines Wohn- und Geschäftshauses in Berlin
Beton bei Tag. Licht bei Aktivierung. Die sichtbare mineralische Oberfläche bleibt erhalten – die Lichtebene erscheint erst durch Tageslicht oder Hinterleuchtung.
LUCEM · Lichtbeton Fassade Berlin
Nahaufnahme einer Lichtbetonplatte mit feinen lichtleitenden Fasern

Direkte Antwort

Was ist eine Lichtbeton Fassade?

Lichtbeton ist ein Betonwerkstein, in den lichtleitende Fasern eingebettet sind. Die Fasern verlaufen durch die gesamte Plattendicke und transportieren Licht von der Rückseite zur Sichtseite.

Der Beton selbst wird nicht transparent. Sichtbar wird das Licht an den Faserenden und – abhängig von Faserdichte und Entfernung – als Punktbild, Muster oder ruhige Lichtfläche.

Eine Lichtbeton Fassade ist deshalb keine Glasfassade und auch kein aufgesetzter LED-Bildschirm. Im ausgeschalteten Zustand prägen Farbe, Körnung, Oberflächenbearbeitung, Plattenformat und Fugen die Architektur. Erst durch Licht entsteht die zusätzliche Wirkung.

In den meisten Projekten bilden die Lichtbetonplatten die sichtbare Bekleidungsebene. Tragwerk, Dämmung, Luft- und Schlagregendichtheit sowie bauphysikalische Funktionen werden im jeweiligen Fassadenaufbau geplant. Eine Lichtbeton-Außenwand darf daher nicht pauschal mit einer monolithischen, tragenden Betonwand gleichgesetzt werden.

Systemaufbau

Wie funktioniert eine Lichtbeton-Fassade?

Auf der Rückseite der Platten braucht es Licht. Das kann natürliches Tageslicht oder eine künstliche Hinterleuchtung sein. Erst das Zusammenspiel von Beton, Fasern, Lichttechnik und Konstruktion entscheidet, wie die Fassade tatsächlich wirkt.

01

Betonoberfläche

Farbe, Körnung, Porenbild, Schliff, Strahlung oder Schalungsoptik bestimmen die sichtbare Materialwirkung.

02

Faserbild

Feine und dichte Fasern erzeugen eine ruhige Wirkung. Größere Fasern bleiben als einzelne Lichtpunkte sichtbar. Gezielte Anordnungen ermöglichen Motive.

03

Lichttechnik

Tageslicht, weißes LED-Licht, dimmbare Systeme, RGBW-Licht oder digital steuerbare Module erzeugen unterschiedliche Lichtbilder.

04

Konstruktion

Plattendicke, Format, Fuge, Unterkonstruktion, Abstand zur Lichtquelle, Reflexionsfläche, Verkabelung und Wartungszugang werden gemeinsam geplant.

Ein Muster oder Mock-up unter realistischen Lichtbedingungen zeigt deutlich verlässlicher als ein Rendering, wie Oberfläche, Faserstruktur und Hinterleuchtung zusammenarbeiten.

Lichtbild

Vollflächig, punktuell oder individuell beleuchtet

„Vollflächig leuchtend“ bedeutet bei Lichtbeton nicht, dass der Beton wie eine opale Glasscheibe transparent wird. Viele sehr feine Faserpunkte können aus typischer Betrachtungsdistanz jedoch zu einer ruhigen, nahezu flächigen Lichtwirkung verschmelzen.

Ausführung Lichtbild Typische Anwendung
Feine, hohe Faserdichte Ruhig, dicht und aus Distanz nahezu vollflächig Große Fassadenfelder, Foyers, transluzente Raumteiler
Größere, unregelmäßige Fasern Punktuell, lebendig, sternenartig Eingänge, Akzentflächen, Außenfassaden
Individuell angeordnete Fasern Logos, Schrift, Zeichen, Reliefs oder definierte Muster Markenarchitektur, Orientierung, sakrale Architektur
Leuchtende und nicht leuchtende Platten kombiniert Gezielte Lichtzonen bei einheitlicher Betonoptik Budgetoptimierte Fassadenraster und großflächige Bekleidungen
Lichtdurchlässige Betonwand mit beleuchteten Bereichen in einem Innenraum

Natürliches Licht

Lichtbeton Fassade mit natürlichem Tageslicht

Eine lichtdurchlässige Betonfassade kann Tageslicht von einer Seite auf die andere übertragen. Besonders deutlich wird der Effekt, wenn hinter der Platte ein heller Bereich liegt und auf der Sichtseite ein geringeres Beleuchtungsniveau herrscht. Direktes Sonnenlicht erzeugt meist stärkere Kontraste als ein bedeckter Himmel oder diffuses Nordlicht.

Die Lichtbeton Fassade ersetzt dabei kein Fenster. Sie ermöglicht weder freien Durchblick noch eine pauschal definierbare Tageslichtversorgung. Stattdessen entsteht ein gefiltertes Licht- und Schattenspiel. Konturen und Bewegungen können als Silhouetten sichtbar werden – je näher sich eine Person oder ein Objekt an der Platte befindet, desto deutlicher kann der Schatten ausfallen.

Genau deshalb ist Lichtbeton für Treppenhäuser, Foyers, Erschließungszonen und repräsentative Übergänge interessant. Bei der Capital Bank in Amman verbindet eine Kombination aus transluzenten und nicht transluzenten Fassadenflächen Tageslicht und nächtliche Lichtwirkung.

Planungshinweis zum Sichtschutz: Transluzenz ist nicht automatisch vollständiger Sichtschutz. Lichtverhältnis, Faserdichte, Abstand und Nutzung entscheiden, ob nur diffuse Helligkeit oder auch Silhouetten erkennbar sind. Für sensible Bereiche sollte die gewünschte Privatsphäre mit einem Mock-up geprüft werden.

Architektur statt Display

Vollflächig leuchtende Fassade ohne Bildschirmästhetik

Eine gleichmäßig hinterleuchtete Betonfassade wirkt anders als ein klassischer LED-Screen. Die Lichtquelle bleibt hinter der mineralischen Oberfläche verborgen.

Im Ruhezustand Beton Betrachter sehen eine gestaltete Betonfläche statt eines schwarzen Displays oder eines sichtbaren Pixelrasters.
Bei Aktivierung Licht Statische weiße Beleuchtung, Dimmung oder Farbwechsel ermöglichen unterschiedliche Szenen für Dämmerung, Nacht und Veranstaltungen.
Mediale Inhalte optional Schrift, Muster oder Animationen können die Fläche zur medialen Architektur erweitern, ohne die Materialität grundsätzlich zu ersetzen.

Für digital steuerbare Inhalte vertieft die LUCEM Medienfassade aus Lichtbeton Raster, Betrachtungsabstand, Inhalte und Steuerung. Mehr Helligkeit ist dabei nicht automatisch besser: Leuchtdichte, Abstrahlung, Betriebszeiten und Umgebungslicht müssen zur Lage des Gebäudes passen.

Transluzente Lichtbetonfläche als beleuchtete Innenwand in einem hochwertigen Innenraum

Innenwand und Raumteiler

Lichtbeton als Raumteiler und Innenwand

Als Raumteiler verbindet transluzenter Beton räumliche Trennung mit Lichtübertragung. Die Wand bleibt massiv und mineralisch, kann aber Helligkeit aus einem angrenzenden Bereich weitergeben. Dadurch lassen sich offene Grundrisse gliedern, ohne jede Zone optisch vollständig abzuschneiden.

Geeignete Einsatzorte sind Foyers, Empfangsbereiche, Hotels, Restaurants, Büros, Wellnessbereiche und Treppenräume. Je nach Lichtkonzept funktioniert der Raumteiler tagsüber mit natürlichem Licht, abends mit Hinterleuchtung oder auf beiden Seiten mit wechselnder Lichtwirkung.

Auch hier gilt: Die Platte ist nicht transparent. Sie kann Sichtbeziehungen abstrahieren, aber Bewegungen und Schatten bewusst sichtbar machen. Wird vollständige Diskretion benötigt, müssen Faserdichte, Hintergrund, Abstand und zusätzliche Schichten entsprechend geplant werden.

Entscheidungshilfe

Vorteile und Grenzen einer transluzenten Betonfassade

Lichtbeton ist sinnvoll, wenn die Fläche auch ohne Beleuchtung architektonisch überzeugen soll und Licht als Teil des Materials gedacht wird. Für rein funktionale, preisoptimierte Fassaden ohne gewünschte Lichtwirkung ist eine Standardbekleidung meist wirtschaftlicher.

Aspekt Potenzial Was geplant werden muss
Wirkung bei Tag und Nacht Betonoberfläche im Ruhezustand, Lichtwirkung bei Aktivierung Oberfläche, Fugenbild, Umgebungslicht und Szenen
Tageslichtdurchlässigkeit Gefiltertes Licht und sichtbare Schatten ohne Glasoptik Orientierung, Kontrast, gewünschte Privatsphäre
Gestaltungsfreiheit Farben, Strukturen, Formate, Lichtpunkte, Logos und Motive Bemusterung, Fertigungstoleranzen und Detailauflösung
Architektonische Integration Keine sichtbaren Leuchten auf der Vorderseite Hinterleuchtungsraum, Kabelwege, Reflexion und Wartung
Robuste mineralische Oberfläche Für Innen- und Außenanwendungen projektierbar Befestigung, Witterung, Feuchte, Entwässerung und Reinigung
Individualität Hoher Wiedererkennungswert und maßgeschneiderte Wirkung Höherer Planungs- und Fertigungsaufwand als bei Standardbekleidungen

Für hochauflösende Videos oder häufig wechselnde Werbung bleibt ein klassischer LED-Screen in vielen Fällen die passendere Technologie.

Realisierte Anwendungen

Einsatzbereiche für eine leuchtende Fassade

Eine beleuchtete Fassade aus Lichtbeton eignet sich besonders für Gebäude und Räume, bei denen Materialqualität, Orientierung, Atmosphäre oder Markenwirkung zusammenkommen.

Farbig beleuchtete LUCCON Lichtbetonfassade in Berlin
Berlin · LUCCON

Fassade Berlin

Die Lichtbetonfassade eines Wohn- und Geschäftshauses in Berlin verändert über Nacht mehrfach ihre Lichtfarbe. Tagsüber bleibt die Betonoberfläche als Teil der Architektur lesbar.

Projekt ansehen

Warmweiß leuchtende STARLIGHT Oberfläche als Beispiel für punktuelle Lichtwirkung
Sylt · STARLIGHT

Fassade Sylter Welle

Am Eingangsportal der Sylter Welle verbindet STARLIGHT eine helle Betonoberfläche mit warmweißer Beleuchtung und sandgestrahltem Schriftzug. Das Projekt ist seit 2017 der exponierten Lage an Wind, Wetter und Salzwasser ausgesetzt.

Projekt ansehen

Großflächig hinterleuchtete Lichtbetonfläche mit architektonischer Lichtwirkung
Amman · transluzent + PURE

Capital Bank

Bei der Capital Bank in Amman wurden transluzente und nicht transluzente Fassadensysteme kombiniert. Damit lässt sich eine einheitliche Betonoptik mit gezielten Licht- und Tageslichteffekten verbinden.

Projekt ansehen

Weitere Beispiele finden Sie in den ausgewählten LUCEM Projekten.

Planung und Montage

Planung und Montage einer Lichtbeton Fassade

Die Qualität einer Lichtbeton Fassade entscheidet sich früh. Material, Licht, Konstruktion und Wartung dürfen nicht nacheinander, sondern müssen gemeinsam geplant werden.

1

Ziel definierenSoll die Fläche Tageslicht übertragen, ruhig leuchten, punktuell funkeln, ein Logo zeigen oder medial bespielt werden?

2

Betrachtung klärenEntfernung, Blickwinkel, Geschwindigkeit der Wahrnehmung und Umgebungshelligkeit bestimmen Faserdichte und Motivgröße.

3

Plattenraster entwickelnFormat, Fugen, Kanten, Anschlüsse und Übergänge zu Glas, Metall, Naturstein oder Sichtbeton werden integriert.

4

Lichtquelle abstimmenTageslicht, weiße LED, RGBW, Flächenmodule oder einzelne Pixel benötigen unterschiedliche Abstände, Reflexionsflächen und Steuerungen.

5

Unterkonstruktion bemessenEigengewicht, Windlast, Befestigungspunkte, Verformung, Toleranzen und Zugänglichkeit sind projektbezogen nachzuweisen.

6

Außenbedingungen lösenFeuchte, Entwässerung, Temperatur, UV-Exposition, Verschmutzung, Kabeldurchführungen und Schutzarten müssen zum Standort passen.

7

Mock-up prüfenOberfläche und Lichtwirkung werden bei Tag, Dämmerung und Nacht aus relevanten Distanzen beurteilt. Auch Austausch und Wartung sollten am Muster nachvollziehbar sein.

Für vorgehängte hinterlüftete Außenwandbekleidungen aus Betonwerkstein gilt die DIN 18516-5 in Verbindung mit DIN 18516-1. Welche Nachweise und Genehmigungen im konkreten Projekt erforderlich sind, prüfen die verantwortlichen Fachplaner und Behörden.

Technische Daten, Installationshinweise, Pflegeinformationen und Zertifikate stehen im LUCEM Downloadbereich bereit.

Fassadenidee früh technisch prüfen

Senden Sie uns Fläche, Einsatzort, gewünschte Lichtwirkung und erste Pläne. Wir prüfen, welche Material-, Beleuchtungs- und Befestigungslösung zu Ihrem Entwurf passt.

1.000–2.000 € pro m² als grobe Projektrichtung für eine Lichtbeton-Fassade. Der tatsächliche Preis wird projektbezogen kalkuliert.

Budgetorientierung

Was kostet eine Lichtbeton Fassade?

Eine Lichtbeton Fassade ist eine projektspezifische Architektur- und Lichtlösung. Der Preis hängt nicht nur von der Plattenfläche ab, sondern auch von Faserdichte, Format, Oberfläche, Zuschnitten, Unterkonstruktion, Befestigung, LED-Technik, Steuerung, Planung und Montage.

Als grobe Projektrichtung nennen wir derzeit etwa 1.000 bis 2.000 Euro pro Quadratmeter. Dieser Korridor dient der frühen Budgetorientierung und ist kein Pauschalpreis.

Die ausführliche Preisübersicht zu Lichtbeton erklärt weitere Richtwerte und Kostentreiber.

Faserdichte Hohe, feine Faserdichten und individuelle Motive erhöhen den Fertigungsaufwand.
Formate und Zuschnitte Große Sonderformate, Ausschnitte und komplexe Kanten beeinflussen Material und Montage.
Hinterleuchtung Vollflächige Hinterleuchtung benötigt mehr Lichttechnik und Einbautiefe als einzelne Akzente.
Außenkonstruktion Unterkonstruktion, Witterungsdetails und Wartungszugänge müssen auf das konkrete Gebäude abgestimmt werden.
PURE kombinieren Leuchtende Platten lassen sich mit optisch passenden nicht leuchtenden PURE-Flächen kombinieren.
Früh planen Fläche, Einsatzort, Lichtwirkung, Ansichten und Budgetrahmen schaffen früh eine belastbare Planungsbasis.
LUCEM Team bei der technischen und gestalterischen Planung einer Lichtbetonfassade

LUCEM Systemplanung

Lichtbeton Fassade von LUCEM

Wir entwickeln lichtdurchlässigen Beton, Beleuchtung und Befestigung als zusammenhängende Lösung. Seit 2007 arbeiten wir als Spin-off der RWTH Aachen an dieser Verbindung aus mineralischer Oberfläche und Licht. Mehr als 600 realisierte Projekte weltweit bilden die Grundlage unserer Projektarbeit.

Unsere Fassadenlösungen reichen von feinen, flächig wirkenden LUCCON-Oberflächen über punktuelles STARLIGHT bis zu individuellen LABEL-Motiven. Ergänzende PURE-Platten führen das gleiche Betonbild ohne Lichtfasern fort. So muss nicht jede Platte leuchten, damit die gesamte Fassade wie aus einem Guss wirkt.

Wir stimmen gewünschte Wirkung, Betonfarbe, Oberfläche, Format, Fuge, Lichttechnik, Unterkonstruktion und Wartung aufeinander ab.

Mehr zu Entwicklung, Werkstatt und Zusammenarbeit mit Forschung und Industrie finden Sie unter Über LUCEM. Unsere Ansätze zur Aufbereitung ausgedienter Platten und Wiederverwendung von Bestandteilen beschreiben wir im Bereich Nachhaltigkeit.

Häufige Fragen

FAQ zur Lichtbeton Fassade

Was ist eine Lichtbeton Fassade?

Eine Lichtbeton Fassade besteht aus Betonwerksteinplatten mit durchgehenden lichtleitenden Fasern. Licht trifft auf die Rückseite, wird durch die Fasern geführt und erscheint auf der Sichtseite als feine Lichtpunkte, Muster oder nahezu flächige Lichtwirkung. Ohne Beleuchtung bleibt die Betonoberfläche sichtbar.

Kann Lichtbeton vollflächig leuchten?

Ja, aus typischer Betrachtungsdistanz kann eine hohe Dichte sehr feiner Fasern eine ruhige, nahezu vollflächige Lichtwirkung erzeugen. Der Beton wird dabei nicht wie Glas transparent. Die Homogenität hängt von Faserdichte, Lichtquelle, Abstand, Reflexionsraum und Betrachtungsentfernung ab.

Kann Tageslicht durch Beton fallen?

Tageslicht kann durch die im Beton eingebetteten optischen Fasern geleitet werden. Die Wirkung ist bei starkem Helligkeitsunterschied zwischen Vorder- und Rückseite besonders sichtbar. Lichtbeton ersetzt jedoch kein Fenster und die erreichbare Helligkeit muss projektbezogen bemustert werden.

Bietet Lichtbeton Sichtschutz?

Lichtbeton verhindert den direkten Durchblick, kann aber Silhouetten, Bewegungen und Schatten sichtbar machen. Wie viel Privatsphäre entsteht, hängt von Faserdichte, Lichtverhältnis, Abstand und Nutzung ab. Für sensible Bereiche ist ein Mock-up unter realen Bedingungen sinnvoll.

Eignet sich Lichtbeton als Raumteiler?

Ja. Als transluzenter Raumteiler gliedert Lichtbeton offene Räume und überträgt zugleich Licht zwischen angrenzenden Bereichen. Er eignet sich unter anderem für Foyers, Büros, Hotels, Gastronomie, Treppenräume und Wellnessbereiche.

Ist Lichtbeton für Außenfassaden geeignet?

Ja, geeignete Lichtbetonplatten und Befestigungssysteme können für Außenfassaden geplant werden. Unterkonstruktion, Windlast, Feuchte, Entwässerung, Temperatur, Schutzarten, Wartungszugang und die erforderlichen Nachweise müssen auf das konkrete Projekt abgestimmt werden.

Wie wird eine Lichtbeton Fassade montiert?

Die Platten werden je nach System beispielsweise mit Dornankern, Hinterschnittankern, Schraubankern oder projektspezifischen Befestigungen montiert. Hinter den Platten bleibt der für Tageslicht oder LED-Technik erforderliche Raum. Die Bemessung erfolgt durch die verantwortlichen Fachplaner.

Welche Farben und Formate sind möglich?

Möglich sind unter anderem weiße, graue, anthrazitfarbene und projektbezogen eingefärbte Oberflächen. Standardformate und technische Kennwerte unterscheiden sich je nach Materialvariante; Zuschnitte, Kanten, Bohrungen und Sonderlösungen werden für das Projekt abgestimmt.

Was kostet eine Lichtbeton Fassade?

Als grobe Projektrichtung nennen wir derzeit etwa 1.000 bis 2.000 Euro pro Quadratmeter. Der tatsächliche Preis hängt von Materialvariante, Faserdichte, Format, Oberfläche, Unterkonstruktion, Lichttechnik, Steuerung, Planung und Montage ab.

Was ist der Unterschied zu einer Glasfassade?

Eine Glasfassade ist transparent oder transluzent und bleibt als Glasfläche erkennbar. Eine Lichtbeton Fassade bewahrt eine massive mineralische Oberfläche und verhindert den direkten Durchblick. Licht erscheint gefiltert über die Faserstruktur; Schatten und Silhouetten können dennoch sichtbar werden.